Die Geschichte der Gongs

Wie die Klangschalen, so sind auch Gongs aus musikwissenschaftlicher Sicht den Metallideophonen zuzuordnen. Sie zählen zu den ältesten und wichtigsten Musikinstrumenten Südostasiens. Auch bei diesen Instrumenten ist sich die Fachwelt hinsichtlich Ursprung und Verwendung nicht ganz einig. In unserem Beitrag erfährst du was bisher bekannt ist.
Antiker Gong vor Tor
Antiker Gong hängend

Das Wichtigste in Kürze

  • Über das Alter des Gongs gibt es unterschiedliche Aussagen.
  • Als Hauptzentren der Gongkultur gelten Burma, China, Annam und Java.
  • Häufig diente der Gong der Signalübermittlung oder wurde bei religiösen Zeremonien oder Ritualen gespielt.
  • Erst im 16. Jahrhundert kam der Gong nach Europa.
  • Peter Hess integriert Gongs bereits seit Ende der 1989er Jahre in sein Konzept der Klangmassage und Klangmethoden.

Wo tauchte der Gong zum ersten Mal in der Geschichte auf?

Über das Alter des Gongs wird spekuliert: Manche vermuten, dass es bereits im Bronzezeitalter, also 3.500 v. Chr., erste Vorläufer gab. Andere berufen sich auf Fakten, wonach sich die Ursprünge bis ins 2.000 v. Chr. zurückverfolgen lassen.

Als Hauptzentren der Gongkultur gelten vor allem Burma, China, Annam und Java, wobei die sogenannten „Kettle Drums“, bronzene Kesseltrommeln, einhellig als Vorläufer der Gongs anerkannt sind. Daraus entwickelten sich verschiedene Formen von Gongs. Die verschiedenen Instrumente verbreiteten sich im Laufe der Jahrhunderte über die berühmte Seidenstraße bis nach Japan.

Hinweis

Im gesamten fernöstlichen Kulturkreis kam und kommt dem Gong eine wichtige Bedeutung im Leben der Menschen zu.

Mann bei Gebet, Ritual vor einem Gong

Wofür wurde der Gong früher verwendet?

Erst im 16. Jahrhundert kamen die faszinierenden Instrumente im Zuge der Kolonialisierung über den Seeweg von Asien nach Europa. Aufgrund ihrer kostbaren Metalllegierung und der häufig auch künstlerisch und klanglich beeindruckenden Ausstrahlung waren sie begehrte Handelsware. Doch leider fristeten sie ihr Dasein oft nur als Signalinstrumente, die im bürgerlichen Haushalt die Essenzeiten meldeten oder die Weltoffenheit des Hauses repräsentieren sollten.

Wann kam der Gong nach Europa?

Erst im 16. Jahrhundert kamen diese faszinierenden Instrumente im Zuge der Kolonialisierung über den Seeweg von Asien nach Europa. Aufgrund ihrer kostbaren Metalllegierung und der häufig auch künstlerisch und klanglich beeindruckenden Ausstrahlung waren sie begehrte Handelsware. Doch leider fristeten sie ihr Dasein oft nur als Signalinstrumente, die im bürgerlichen Haushalt die Essenzeiten meldeten oder die Weltoffenheit des Hauses repräsentieren sollten.

Der Einzug des Gongs in die westliche Musikkultur

Der eigentliche Einzug in die westliche Musikkultur lässt sich auf das Jahr 1889 datieren. Damals fand in Paris die Weltausstellung statt und im niederländischen Pavillon präsentierten javanische und annamitische Gamelan-Ensembles die Musik ihres Kulturkreises. Der typische Sound der Gamelan-Orchester, die vor allem in Java und Bali zu einer hohen Kultur entwickelt wurden, basiert vor allem auf Gongs, Gongreihen und Metallophonen, die je nach Größe und Verwendungszeck durch Trommeln, Saiteninstrumente, Flöten und Gesang ergänzt werden.

Claude Debussy und Maurice Ravel als Pioniere der Klangarbeit mit Gongs

Claude Debussy war einer der ersten Musiker, die sich ernsthaft mit den Einflüssen dieses Musikstils auseinandersetzten. Auch Maurice Ravel gehört zu den Pionieren, denn er wies dem Gong in seinem „Bolero“ einen ihm gebührenden Platz zu. Viele weitere Musiker nutzen das exotische Instrument, auch wenn sein Einsatz oft auf dramatische Effekte beschränkt blieb und bleibt. In den vergangenen Jahren haben Musiker wie Jens Zygar, Johannes Heimrath oder Bardo den Gong durch internationale Konzerte publik gemacht.

Hinweis

Peter Hess entdeckte das Potenzial der Gongs und integrierte sie bereits Ende der 1989er Jahre in sein Konzept der Klangmassage und Klangmethoden.

5 EURO GUTSCHEIN

Melde dich zu unserem Newsletter an und erhalte einen 5€-Willkommens­gutschein!